Gestern Nacht hatte ich eine Auseinandersetzung mit ihr, was alles mit einem kleinen Chat begann. Das Ergebnis erlebe ich gerade. Ich stand ohne wirklich geschlafen zu haben auf mit nichts mehr auf dieser Welt. Alles wofür ich bis heute gekämpft habe, wofür ich so gelitten habe, worauf ich so gehofft habe, wurde endgültig unwiderruflich in Scherben geschlagen.
Ich habe erfahren müssen, dass ich all die Zeit umsonst gelitten habe. Ja, das ist das was mich vernichtete. All die Zeit über hätte sie mich mit wenigen Sätzen befreien können. Sie hätte mich von Anfang an verschonen können. Sie wusste um mich immerzu. War in der Lage in diesem Blog zu lesen, aber nicht dazu mir zu sagen, dass ich nicht mehr warten soll - dass ich nicht mehr hoffen soll - dass ich nicht mehr kämpfen soll. Nimm dir alles was du liebst - sehe wie man es dir vor deinen Augen verbrennt - und erfahre, dass es nicht nötig gewesen wäre - es lag aber nicht in deiner Hand!
Welch tiefer Schmerz. Ich verspüre wie dort, wo mein Herz die ganze Zeit blutete nur noch ein Loch über ist. Ein Loch, was jedes Glück verschlingt und keiner Chance gebietet. Es hätte nicht sein müssen! Sie wusste drum. Und doch… sie hätte mich töten sollen - es wäre bei weitem nicht so tragisch wie die Hölle die ich durchleben musste. Immer fragend, immer hoffend. Ja, warum? Ich war damals fast darüber hinweg, aber sie… ich war für sie da als sie jemanden brauchte. Ich war an dem einen Valentinstag zu ihr gefahren, weil ich sie nicht alleine wissen wollte. Sie hätte mir sagen können, dass sie da unlängst bei ihrem Freund sei. Was hätte sie mir ersparen können! Ich wäre weg gewesen! Aber stattdessen… ich fuhr, und ich war allein.
Ich kann heute weder klar denken, noch leben. Ich spüre meine Hände nicht mehr. Es war kein Spaß. Es war ernst. Es war mir sehr ernst von Anfang an. Hohn und Spott erntete ich, und ließ mich nicht aufhalten. Wofür? Um das zu werden was ich jetzt geworden bin? Mit einem Wort - erlöschte sie mein Licht. Jeder Funken an Glaube und Hoffnung. Alles woran ich mich festgehalten hatte. Ich hätte loslassen können wenn ich das damals wusste. Was ist jetzt?! Als ob mir die Hände abgehackt worden sind. Durchgebrochen, nachdem mir ein Anker gebunden wurde.
Hinab, hinab in die Tiefen! Wäre alles gar nicht nötig gewesen!
Ich leide. Sie hat gar keine Vorstellung wie tief es sitzt. So sehr wie meine Gefühle für sie. “Wie konntest du nur?”, fragte ich. Ich kann es bis jetzt nicht fassen.
Nur meine Ansicht vertritt mein Blog. Sie meinte in ihrer Welt wäre das fair? Ist das Fairness?! Welten, ungerecht und unfair. Ich glaubte an sie mit jeder Faser meines Körpers. Sieh, was aus mir geworden ist dadurch! Ein Idiot, der treu bleiben wollte bis zum geht nicht mehr. Und selbst da wählte sie eine Formulierung die mich erschaudern ließ. Als hätte ich es nicht verdient, überhaupt, glücklich zu sein, unlängst ich sie doch nicht mehr haben konnte.
Warum? Wieso? Wie konntest du es zulassen? Dieser Schmerz den ich jetzt empfinde ist verglichen zu der frühen Wahrheit gar nichts! Dieser Schmerz den ich jetzt empfinde ist das was du aus meinen Gefühlen für dich gemacht hast. Ich kann nicht anders, so echt waren sie. Hättest du die nur damals zerschmettert, als es klein und unfähig war dir ewig treu zu sein. Ich hätte Jahre gewartet mit dem Funken Hoffnung dich zu gewinnen.
Und heute bin ich der, der den Preis zahlt. Mit mir gespielt, wie die Maus in den Fängen einer Katze. Sag mir: wieso? Sag mir, dass ich das verdient habe. Dass ich so wertlos bin in meinem Dasein, dass man das mit mir machen darf, wo es unnötig war. Dass ich nichts bin, als das etwas Dreck, als das ich aus meinem Hause geboren wurde.
Alles hatte ich für sie erreicht. Jeden Tag dachte ich an sie und glaubte an sie. Ich glaubte daran, dass sie mich nicht absichtlich verletzen würde. Ich glaubte daran, dass sie mich rechtzeitig aus meinen Qualen befreit. Wir hätten eng befreundet sein können wie wir es damals waren. Wir hätten gemeinsam Zukunft, wenn nicht als Paar dann aber als Vertraute. Ich wäre dennoch stark, weil meine Liebe zu ihr echt war, und keines Leides bedurfte. Alles was ich wollte war, dass sie glücklich ist. Der Teufel soll kommen und mir einen Pakt anbieten. Alles was sie glücklich macht würde ich tun - so sehr gehörte ihr mein Herz bis zum letzten Schluss - bis zur endgültigen Fassungslosigkeit.
Wie konntest du nur, geliebtes Wesen? Siehe, wie meine Träume sich in Luft auflösen, und mir ihr meine letzte Stärke in harten Zeiten. Es hätte alles nicht sein müssen. Das ist das, was mich aufregt. Was mich versucht in Rage zu bringen. In mir brodelt die Wut. Ich wünsche ihr alles Beste, alles Gute nach wie vor - auf dass niemals meine Wut entkommt. So gewaltig ist die, dass es Flüche beherbergt, wie es sagt, welche drauf und dran sind anderen alles zu nehmen. Gewaltsam. Unaufhaltsam - nur durch Liebe.
Klyschee, Kitsch, Schnulzerei, und doch die Wahrheit. Was habe ich ein Gefühl geformt und zur Reinheit gebracht, was so dermaßen weh tut, wenn man es verliert? Warum hast du mir beigebracht zu lieben? Warum habe ich angefangen nicht nur an dich, sondern an mich zu glauben? Schickt mich zurück wo ich ein Nichts war, und nichts von diesem Schmerz würde an mir länger haften als nötig. Aber das hier… das hier ist wahrlich Jenseits von Gut und Böse. Fair? Meine Welt steht in Flammen, ich bin nicht mehr in der Lage seit dem Herbst vor zwei Jahren glücklich zu sein außer mit ihr. Und nun das… Ich bin wieder genau so kaputt wie damals, als ich anfing sinnlos die Pflastersteine zu zählen, bis man mich von der Straße holte.
Es hätte nicht sein müssen. Das ist was mich innerlich tief plagt. Sie hat doch keine Vorstellung davon, was ich für sie empfinde, wenn sie es “wichtige Erfahrung” nennt. Mir ist nicht mehr zum Leben zumute. Ist das die wichtige Erfahrung?! Mir ist nicht zum glücklich zumute. Ich stehe kurz davor endgültig zu verwahrlosen. Meine Kraft ist am Ende! Ich kann es nur noch nicht fassen. Ja, das ist das was mich bewahrt. Sie hat mir klar gemacht: da draußen wartet niemand auf mich. Da draußen vermisst mich niemand. Ich kann jammern und heulen ich werde wie in einer dunklen Zelle verrotten, und niemand schert das! Ich werde aber nicht aufgeben! Ich werde nicht so, dass ich sowas wie das, was man mir damit angetan hat, von mir lassen würde. Irgendjemand - irgendjemand musst doch anfangen aufzuräumen in dieser Welt. Ich glaubte an sie, denn nur so konnte ich existieren. Sie war für mich das, wofür es sich zu leben lohnte. Das erste Lichtblick nach der Hölle von Kindheit. Der erste Funke wofür ich sagte: jetzt lebe ich.
Und jetzt erlischt das Licht. Mit ihr mein letzter Funke. Sie konnte es verhindern. Sie wusste um mich. Ich weiß nicht mehr was ich denken, sagen oder schreiben soll. Ich wollte sie anschreien gestern. Ging nicht. Chat ist eine gute Barriere. Stattdessen entwickelte ich Mitleid und Trauer. Nicht für mich. Ich betrauerte das Mädchen, in welches ich mich verliebt hatte. Ich musste mir klar machen, dass sie so tot ist wie das Herz, was ich inne habe. Ich habe Mitleid mit ihr, weil sie auch vieles in ihrem Leben durchmachen musste. Und auch wenn sie mich dies durchmachen musste, habe ich Mitleid. Wieso? Wieso?! Ich sollte sie hassen, ich sollte sie verfluchen. Aber ich kann nicht. Stattdessen sagte ich, und meinte ich zu ihr, dass ich sie liebe. Ich bin unfähig gegen etwas zu sein, für das ich soviel Gefühl empfinde. Es wird vorerst das letzte Mal sein, unvermeidbar. Vielleicht gar, das letzte Mal dass ich so viel mit so viel Vertrauen für jemand etwas empfand. Es sollte nicht zu traurig enden.
Ich schwöre ihr trotz allem für sie da zu sein, wenn sie mich jemals braucht. Wie schon damals, denke ich nicht daran. Aber es soll ihr in ihrem Leben eine Stütze sein, zu wissen, dass einer zu ihr halten kann, trotz allem was geschehen ist. Wie lächerlich es auch klingen mag. Es ist so lächerlich wie meine Bereitschaft für sie alles zu geben, nicht weniger als mein Leben. Sie kann darüber spotten. Damals war es das was mich am Leben erhielt. Daran zu glauben, stark sein zu müssen, für den Fall der niemals kommen darf.
Alles aus, alles vorbei. Schön wäre es. Ich hoffe ich kann ab heute heilen. Mein Gedankengut wurde gestern jedoch erneut verseucht. “Neugier tötet die Katze.” Aber mir ist es lieber so, als ewig warten zu müssen, und ständig Schuldgefühle zu haben, bis ich dann erfahre - das alles hätte nicht sein müssen. Ja, Schuldgefühle wenn ich glückliche Momente hatte. Weil ich die immer mit ihr teilen wollte.
Es besteht Chance, dass ich darüber niemals hinweg kommen kann. Genau so wie es Chancen bestehen, dass ich sehr bald zerbreche. Ich suche mein Ende. Denn im Moment habe ich nichts mehr. Mein Herz ist tot - und doch gehört es noch ihr. Bitte geliebtes Wesen, werde zumindest glücklich. Dann kann ich diesen Schmerz vielleicht besser ertragen, wenn ich zu mir sage, ich trage es dir zuliebe. Manchmal braucht man etwas woran man glauben kann. Ich glaubte an dich.